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Gefahrgutgruppe |
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Als Meilenstein gilt das Jahr 1996, als ein Gerätewagen Messtechnik, kurz ,,GW Meß'' genannt, die Schlagkraft der Truppe spürbar verstärkt. Das Fahrzeug stammt aus dem Fuhrpark des Katastrophenschutzes. |
Hoch konzentriert wie die Fernseh-Kommissare Derrick und Harry wirken Karsten Fritsch und Henning Rohrmoser, wenn sie auf Spurensuche gehen. Zwar jagen die Spezialisten vom Neustädter Gefahrgutzug keine Mörder, doch vielfach sind sie ebenfalls bedrohlichen Kräften auf der Fährte: den meist unsichtbaren atomaren und chemischen Stoffen.
Bereits Ende der achtziger Jahre regten Hans-Jürgen Grigat und Horst Dempewolf an, eine überörtliche Einheit auf die Beine zu stellen, um so genannte ABC-Gefahren (atomare, biologische und chemische Gefahren) bekämpfen zu können. Rund ein Dutzend Feuerwehrmänner finden sich zusammen zum ersten, damals noch bescheidenen, Gefahrgutzug. Zunächst setzen die Fachleute auf vorhandene Ausrüstung, etwa Rüstwagen 2, Ölausrüstung, Schutzanzüge.
Von Anfang an im Mittelpunkt steht eine qualitativ hochwertige Ausbildung. Die Aktivitäten entfachen das Interesse der Kameraden aus anderen Ortswehren. Heute zählt der Zug 22 Männer, die aus insgesamt acht Stadtteilen kommen. Doch nicht nur die Mannschaft wächst. Auch die technische Ausstattung verbessert sich Jahr für Jahr.
Als Meilenstein gilt das Jahr 1996, als ein Gerätewagen Messtechnik, kurz ,,GW Meß'', die Schlagkraft der Truppe spürbar verstärkt. Das Fahrzeug stammt aus dem Fuhrpark des Katastrophenschutzes. Eigentlich wäre der Volkswagen LT mit niedrigem Dach für die vielfältigen Aufgaben viel zu klein. Doch mit viel Liebe zum Detail verwandelt Gerätewart Andreas Jahn das Kastenauto in einen praktischen Gerätewagen, dessen umfangreiche Ausstattung selbst Kenner staunen lässt.
Seitdem der GW Meß einsatzbereit ist, hat der Gefahrgutzug zwei eigene Alarm-Schleifen. Bei Gefahrgut-Unfällen ermöglicht das eine schnelle und zielgerichtete Schaden-Bekämpfung. Der Alarmplan sieht als Ausrückordnung für den Zug vor: RW 2, GW Meß, LF 16/12, ELW 2, MTW, LF 8. Dazu kommen Ortswehren, je nach Bedarf.
Beim Umgang mit Gefahrgut ist Ausbildung besonders wichtig. Alle Angehörigen des Gefahrgut-Zuges besuchen daher spezielle Lehrgänge, etwa an der Landesfeuerwehrschule oder an der Akademie für Notfallplanung. Zwei Mal im Monat treffen sich die Gefahrgutschützer zum Übungsdienst.