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Einsatzort Details

Wunstorf, Düendorfer Weg
Datum 26.09.2023
Alarmierungszeit 03:20 Uhr
Alarmierungsart DME - Messwagen-Besatzung
eingesetzte Kräfte

Messwagen ABC-Einheit Neustadt
    FF Wunstorf
      FF Steinhude
        Drohneneinheit RFB 1 Region Hannover

          Einsatzbericht

          Pressebericht Stadtfeuerwehr Wunstorf:

           

          Gegen 2:30 Uhr morgens wurde die Ortsfeuerwehr Wunstorf zu einem brennenden Wagon auf der Bahnstrecke Minden-Hannover in Höhe des Düendorfer Weges alarmiert. Bereits auf der Anfahrt waren heller Flammenschein und eine starke Rauchentwicklung weithin sichtbar, weshalb unverzüglich die Alarmstufe erhöht und damit Einsatzkräfte aus den Ortschaften Steinhude, Großenheidorn, Klein Heidorn, Blumenau, Bokeloh und Mesmerode sowie die Einsatzleitkomponente der Stadtfeuerwehr nachalarmiert wurden.
          Bei Ankunft der ersten Wunstorfer Einsatzkräfte stand ein Wagon des Güterzuges, der zwischen dem Bahnhof Wunstorf und der Unterführung Barnestraße hielt, in Vollbrand. Mehrere Oberleitungen waren gebrochen und lagen im Gleisbereich. Eine Erkundung der Lage am brennenden Wagon gestaltete sich deshalb äußerst schwierig. Erschwerend hinzu kam, dass der Zug zwischen Lärmschutzwänden im innerstädtischen Bereich stand und dass die Ladung der verschiedenen Wagons zu dem Zeitpunkt noch unklar war. Um keine Einsatzkräfte zu gefährden, wurde die erste Lage am brennenden Zug mittels einer Drohne der Stadtfeuerwehr Wunstorf erkundet. Dabei wurde festgestellt, dass vor dem brennenden Sattelauflieger auf dem Wagon in ca. 10m Entfernung ein Kesselwagen mit Methylester, einem leicht entzündlichen Gefahrstoff, auf dem Güterzug verladen war. Als erste Maßnahme wurde daher umgehend mit der Drehleiter eine Riegelstellung zwischen dem brennenden Sattelauflieger und dem Kesselwagen aufgebaut. Aufgrund der Rauchentwicklung und der bis zu dem Zeitpunkt unbekannten Ladung des brennenden Sattelaufliegers wurden rund 60 direkte Anwohner der Bahnlinie in die Otto-Hahn-Schule evakuiert. Hier baute die Schnelleinsatzgruppe der Johanniter Wunstorf eine Betreuungsstelle auf. Im weiteren Verlauf wurden rund 4 km Schlauchleitungen gelegt, um nach abgeschlossener Erdung der Oberleitungen durch die DB mit mehreren Wasserwerfern den Brand zu bekämpfen. Zeitweise wurden mehr als 6000 Liter Wasser pro Minute zur Brandbekämpfung und Kühlung des Kesselwagens abgegeben. Mithilfe der Drohne der Regionsfeuerwehrbereitschaft 1 konnte die Einsatzstelle weiter erkundet und die Außentemperatur des Kesselwagens ununterbrochen geprüft werden. Die Maßnahmen der Feuerwehr zeigten schnell Wirkung, so dass die Wärmestrahlung auf den Kesselwagen abgeschirmt werden konnte und damit die Gefahr eines Stoffaustritts oder eines Berstens des Kesselwagens vermieden werden konnte. Durch den massiven Löschwassereinsatz konnte auch das Feuer schnell gelöscht werden. 
          Die Anwohner konnten somit relativ zeitnah wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.
          Als Ursache wird ein Defekt an der Oberleitung vermutet. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
           
          Im Einsatz waren insgesamt 180 Einsatzkräfte mit 27 Fahrzeugen der Feuerwehr. Hinzu kommen diverse Einsatzkräfte der Johanniter Wunstorf, der Bundespolizeidirektion Hannover, der Polizei Wunstorf und des Notfallmanagements der DB.
           

          Fotos: Feuerwehr

           
           

          sonstige Informationen

          Einsatzbilder