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Einsatzort
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Details
Neustadt, Leinstraße |
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Datum
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05.09.2015 |
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Alarmierungszeit
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11:46 Uhr |
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Alarmierungsart |
DME + SIR - Vollalarm |
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eingesetzte Kräfte
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Einsatzbericht
Gegen 11.45 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Carportbrand an der Leinstraße gerufen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand ein im hinteren Teil des Grundstückes gelegener Carport in Flammen, ebenso ein Stapel Brennholz, der dort gelagert wurde.
Alle Bewohner der umliegenden Wohnhäuser konnten unverletzt ihre Wohnungen verlassen. Unter dem Carport waren mehrere Gasflaschen gelagert, von denen mindestens eine das Gas abgeblasen hat, wodurch das Feuer noch verstärkt wurde. Durch die starke Hitzeentwicklung wurden auch mehrere Nachbargebäude in Mitleidenschaft gezogen, dort zersprangen Fenster, eine Haustür schmolz, hölzerne Fensterrahmen gerieten in Brand und Kunststoffregentonnen verformten sich. Ein Ausbreiten des Feuers auf die Nachbarhäuser konnte jedoch verhindert werden.
Bei dem direkt an den Carport grenzenden Hausanbau, der einen Billardkeller beherbergt, gelang dieses jedoch nicht. Durch die starke Hitze zersprangen auch dort die Fenster und die Holzvertäfelung in dem Gebäude fing Feuer. Es kam insgesamt zu einer sehr starken Rauchentwicklung, die das Arbeiten an der Einsatzstelle sehr unübersichtlich machte. Die Brandbekämpfung war auch von außen deshalb nur unter Atemschutz möglich, entsprechend viele Atemschutzgeräteträger waren notwendig.
Um zu verhindern, dass sich das Feuer durch die Zwischendecke weiterfressen und das vorne liegende Wohnhaus gefährden konnte, wurde das Dach des Billardkellers zum Teil geöffnet und nach Glutnestern überprüft. Die Nachbarhäuser wurden wegen der starken Rauchentwicklung belüftet und ebenfalls mit der Wärmebildkamera nach Glutnestern abgesucht. Der Messwagen der Feuerwehr führte Schadstoffmessungen der Luft durch, die aber keine Gesundheitsgefährdung ermitteln konnte.
Es waren zeitweise 6 Atemschutztrupps parallel im Einsatz mit drei Rohren, dazu das Wenderohr der Drehleiter.
Die Leinstraße wurde für die Dauer des Einsatzes zwischen Großer Weg und B6-Auffahrt gesperrt, dadurch musste auch der Regio-Bus-Verkehr umgeleitet werden.
Insgesamt waren die Feuerwehrkräfte der Ortsfeuerwehren Neustadt, Suttorf, Bordenau und Poggenhagen ca. 4 Stunden im Einsatz, dazu je 4 Kräfte von Rettungsdienst und Polizei. Im Laufe des Einsatzes waren 15 Trupps unter Atemschutz im Einsatz gewesen.